Fast 50 Übergriffe täglich in Deutschland – auch in unserer Nachbarschaft sind Kinder betroffen

Kindesmissbrauch passiert nicht irgendwo – er passiert hier, in Hilden, Haan, Langenfeld und Monheim

Es war eine beklemmende und erschreckende Nachricht, die das Bundeskriminalamt vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Rund 17.000 Sexualdelikte an Kindern und Jugendlichen im Jahr 2024. Das heißt pro Tag fast 50 Übergriffe an unschuldigen Heranwachsenden. Grund genug einmal bei der Polizei nachzufragen, wie die Fallzahlen in Hilden, Haan, Langenfeld und Monheim aussehen. Die Ergebnisse aus 2023 sind beängstigend: Langenfeld 13 Fälle, Monheim 5 Fälle, Hilden 13 Fälle und Haan 3 Fälle. Bezogen auf die Anzahl der Einwohner liegt das zwar etwas unter dem Bundesdurchschnitt, ist aber keineswegs beruhigend. Und das alles in unserer Nachbarschaft.

 
Zoo-Co-Langenfeld-Werbebannerz0v43X91501CV

Warum wird über Sexualvergehen an Kindern nicht regelmäßig berichtet?

Über Sexualdelikte an Kindern liest man nur selten in Polizeiberichten oder Zeitungen. Das hat einen guten Grund: Der Schutz der Opfer steht an oberster Stelle. Bereits kleine Details könnten dazu führen, dass Kinder oder ihre Familien erkannt werden – mit schwerwiegenden Folgen für alle Beteiligten. Auch das Risiko einer Traumatisierung spricht dagegen, Einzelfälle öffentlich auszubreiten.

 Bild-von-GoranH-auf-Pixabay

Gleichzeitig ist das Thema aber von enormer gesellschaftlicher Bedeutung. Wegsehen schützt nicht! Deshalb setzen Polizei, Kinderschutzorganisationen und Kindereinrichtungen auf allgemeine Prävention, Aufklärung und Hilfsangebote, anstatt konkrete Fälle öffentlich zu machen. So soll Bewusstsein geschaffen werden, ohne die betroffenen Kinder zusätzlich zu gefährden.

 

Das Schweigen über Einzelfälle bedeutet also nicht, dass das Problem klein ist – im Gegenteil: Es fordert alle heraus, hinzuschauen, zu lernen und Kinder zu schützen.

 

Täter kommen fast ausschließlich aus dem „Umfeld“

Der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen KIndesmissbrauchs teilt seine Erkenntnisse wie folgt mit: 

Oft sind es Personen aus der eigenen Familie oder Bekannte der Eltern. Aber auch Schulen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Sportvereine, Kirchengemeinden oder andere Einrichtungen können Tatorte sein. Viele Täter und auch Täterinnen nehmen auch im Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen mit sexueller Absicht auf, zum Beispiel über Messenger und Foren, soziale Netzwerke oder Online-Spiele.

 

Und was kann man tun, wenn man Kindesmissbrauch vermutet? Auch dazu hat der Beauftragte eine umfangreiche Informationsbroschüre zusammengestellt. Also Augen auf!

 Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an

[email protected]

oder als Kommentar bei Facebook
unter DeinHilden, DeinLangenfeld, DeinMonheim oder DeinHaan.

{ „@context“: „https://schema.org“, „@type“: „NewsArticle“, „headline“: „News“, „image“: „https://www.anzeiger24.de/cdn-cgi/image/format=webp/https://media.anzeiger24.de/media/image/93/13/b0/Bild-von-Gerd-Altmann-auf-PixabayaCCLkHNRgpolm.jpg“, „description“: “ Kindesmissbrauch passiert nicht irgendwo – er passiert hier, in Hilden, Haan, Langenfeld und Monheim Es war eine beklemmende und erschreckende Nachricht, die das Bundeskriminalamt vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Rund 17.000 Sexualdelikte an Kindern und Jugendlichen im Jahr 2024. Das heißt pro Tag fast 50 Übergriffe an unschuldigen Heranwachsenden . Grund genug einmal bei der Polizei nachzufragen, wie die Fallzahlen in Hilden, Haan, Langenfeld und Monheim aussehen. Die Ergebnisse aus 2023 sind beängstigend: Langenfeld 13 Fälle, Monheim 5 Fälle, Hilden 13 Fälle und Haan 3 Fälle . Bezogen auf die Anzahl der Einwohner liegt das zwar etwas unter dem Bundesdurchschnitt, ist aber keineswegs beruhigend. Und das alles in unserer Nachbarschaft. Warum wird über Sexualvergehen an Kindern nicht regelmäßig berichtet? Über Sexualdelikte an Kindern liest man nur selten in Polizeiberichten oder Zeitungen. Das hat einen guten Grund: Der Schutz der Opfer steht an oberster Stelle. Bereits kleine Details könnten dazu führen, dass Kinder oder ihre Familien erkannt werden – mit schwerwiegenden Folgen für alle Beteiligten. Auch das Risiko einer Traumatisierung spricht dagegen, Einzelfälle öffentlich auszubreiten. Gleichzeitig ist das Thema aber von enormer gesellschaftlicher Bedeutung. Wegsehen schützt nicht! Deshalb setzen Polizei, Kinderschutzorganisationen und Kindereinrichtungen auf allgemeine Prävention, Aufklärung und Hilfsangebote , anstatt konkrete Fälle öffentlich zu machen. So soll Bewusstsein geschaffen werden, ohne die betroffenen Kinder zusätzlich zu gefährden. Das Schweigen über Einzelfälle bedeutet also nicht, dass das Problem klein ist – im Gegenteil: Es fordert alle heraus, hinzuschauen, zu lernen und Kinder zu schützen. Täter kommen fast ausschließlich aus dem „Umfeld“ Der Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen KIndesmissbrauchs teilt seine Erkenntnisse wie folgt mit: Oft sind es Personen aus der eigenen Familie oder Bekannte der Eltern. Aber auch Schulen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Sportvereine, Kirchengemeinden oder andere Einrichtungen können Tatorte sein. Viele Täter und auch Täterinnen nehmen auch im Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen mit sexueller Absicht auf, zum Beispiel über Messenger und Foren, soziale Netzwerke oder Online-Spiele. Und was kann man tun, wenn man Kindesmissbrauch vermutet? Auch dazu hat der Beauftragte eine umfangreiche Informationsbroschüre zusammengestellt. Also Augen auf! Bericht: LT Fotos/Video: anzeiger24.de Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an [email protected] oder als Kommentar bei Facebook unter DeinHilden , DeinLangenfeld , DeinMonheim oder DeinHaan . „, „datePublished“: „Fri, 29 Aug 2025 00:00:00 +0200“, „dateModified“: „Fri, 29 Aug 2025 00:00:00 +0200“, „author“: „Anzeiger24“, „publisher“: { „@type“: „Organization“, „name“: „Anzeiger24“ } }

Der Beitrag Fast 50 Übergriffe täglich in Deutschland – auch in unserer Nachbarschaft sind Kinder betroffen erschien zuerst auf Dein Hilden.

Quelle: Originalartikel

  • Related Posts

    Hildanuslauf feiert Comeback – Bewegung, Teamgeist und Spaß pur!

    Neu: Bei der 8 x 400 m Staffel geht’s um den goldenen Wanderpokal Endlich ist es wieder so weit! Nach einer langen Pause kehrt der beliebte Hildanuslauf zurück, und das…

    27 neue Azubis im Hildener Rathaus – Aktenberge wälzen? Keineswegs

    Bauen, Finanzen, Rettungsdienst, Erziehung: Arbeit in der Stadtverwaltung ist abwechslungsreicher als viele denken Arbeitsleben in einer Stadtverwaltung? Nur am grauen Schreibtisch sitzen und Akten wälzen? Dass dieses verstaubte Bild längst…

    Schreibe einen Kommentar