
17 Grünpfleger arbeiten auf den Friedhöfen aber nur 34 im Rest der Stadt
***Leitartikel***
Keine Frage: die Hildener Friedhöfe präsentieren sich in bestem Zustand. Gepflegte Wege, akkurat gemähte Rasenflächen und kein störendes Unkraut. Dafür sorgen die insgesamt 17 Gärtner, die eigens für die drei städtischen „Ruhestätten“ im Einsatz sind. Der Arbeitsaufwand auf den Friedhöfen hält sich dabei in Grenzen, denn die eigentliche aufwändige Grabpflege liegt in den Händen der Angehörigen.
Foto oben: Pünktlich um 8 Uhr morgens fängt die Knatterei auf dem Südfriedhof an. Mit einem Rasentrimmer wird auch noch der letzte Grashalm auf einer Grünfläche, die erst in der vergangenen Woche gemäht worden und angesichts fehlenden Regens auch nicht nachgewachsen war, gestutzt.
Mit rund 85.000 Quadratmetern ist der Hauptfriedhof in der Innenstadt die größte Anlage. Rechnet man Süd- und Nordfriedhof – jeweils etwa halb so groß – hinzu, betreut das Team insgesamt rund 170.000 Quadratmeter. Kurz gesagt betreut ein Friedhofsgärtner 10.000 qm.
Hildener Stadtgärtner betreuen eine 70-mal größere Fläche
Die Stadt Hilden erstreckt sich über eine Fläche von 26 Quadratkilometern. Für die Pflege dieser Grünflächen stehen lediglich 37 Gärtner zur Verfügung. Neben den klassischen Aufgaben wie Rasenmähen, Bewässern und Unkrautentfernung kümmern sie sich auch um Neuanpflanzungen, das Fegen von Laub und vieles mehr. Dennoch zeigt sich in vielen Bereichen Nachholbedarf – was angesichts der Dimensionen kaum überrascht: Im Vergleich zu den Friedhofsgärtnern betreut jede städtische Fachkraft nämlich eine rund 700-fach größere Fläche.
Natürlich ist dieser Vergleich nicht ganz fair. Dennoch stellt sich die Frage, warum auf den Friedhöfen so viele Kräfte auf engem Raum eingesetzt werden, während Grünflächen im übrigen Stadtgebiet oft vernachlässigt wirken.
Hinzu kommt, dass beide Teams strikt voneinander getrennt arbeiten: Die Friedhofsgärtner ausschließlich auf den Friedhöfen, die städtischen Gärtner ausschließlich im übrigen Stadtgebiet.
Grünpflege kostet rund 3 Millionen
Für die 29 Hilfsgärtner mit Werkprüfung, davon drei mit Vorarbeiterfunktion, 14 Gärtner, davon drei mit Vorarbeiterfunktion, drei Fahrer für Großflächenmäher und einen Schlosser gibt die Stadt jährlich rund 2,8 Millionen Euro aus. Das entspricht einem durchschnittlichen Bruttogehalt von knapp 3.900 Euro pro Mitarbeiter und Monat.
Zum Vergleich: Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das durchschnittliche Einkommen von Gärtnerinnen und Gärtnern in Nordrhein-Westfalen bei 2.887 Euro. Die Hildener liegen also rund 1.000 Euro darüber, was man ihnen durchaus gönnen darf.
Gleichwohl drängt sich die Frage auf, ob diese Struktur für die Steuerzahler dauerhaft tragbar ist. Zumal jedes Team sowohl bei den städtischen Grünflächen als auch auf den Friedhöfen, zusätzlich über eine eigene Führungskraft verfügt, die mit fast 6.000 Euro im Monat zusätzlich zu Buche schlägt.
Angesichts der Sparzwänge und gleichzeitig steigenden Erwartungen an die Qualität der Pflege könnte es daher sinnvoll sein, über eine gemeinsame Organisation nachzudenken: ein vereintes Gärtnerteam, universell einsetzbar und unter einer einheitlichen Leitung.
Vielleicht eine Aufgabe, die sich der zukünftige Bürgermeister vornehmen könnte…?
Bericht: LT
Foto: anzeiger24.de
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Der Beitrag Hat Hilden zu wenig oder zu viele Gärtner? erschien zuerst auf Dein Hilden.
Quelle: Originalartikel